Das Projekt Lingen Green Hydrogen (LGH2), das Vorhaben zum Bau einer Elektrolyseanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff, hat eine entscheidende Phase erreicht. Nachdem über viele Monate die grundlegenden Tiefbauarbeiten im Vordergrund standen, verändert sich das Gesicht der Baustelle jetzt beinahe täglich.
Gleichzeitig wächst das zukünftige Herzstück von LGH2: das Elektrolysegebäude. Hier wird später unter Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Aktuell liegt der Fokus auf dem Stahlbau.
Besonders der Januar forderte dem Team einiges ab: Die widrigen Witterungsbedingungen machten die Arbeiten am Fundamentbau zu einer echten Geduldsprobe. Doch Gesamtprojektleiter Hamza Saritiken ist optimistisch: „Wir sind weiterhin voll im Plan. Das Ziel, in der zweiten Jahreshälfte 2027 den ersten grünen Wasserstoff in Lingen zu produzieren, haben wir fest im Blick.“
Der bevorstehende Sommer wird dabei besonders intensiv. Der Fokus liegt auf den Systemen, die für die Vorbereitung der Inbetriebnahme ab Ende dieses Jahres relevant sind. „Zu den nächsten großen Schritten gehören die Lieferung der Rohrbrückenmodule, die Fertigstellung der Kühlwasserstruktur sowie der Abschluss der Arbeiten am Elektrolysegebäude“, so Saritiken.
Die Fertigstellung erfolgt dabei nicht „auf einen Schlag“, sondern in mehreren Schritten. Ein erster Erfolg ist schon verbucht: Die mechanische Fertigstellung außerhalb der Anlagengrenze, also die direkte Anbindung an die bestehende Raffinerie, ist bereits erfolgt. Im November dieses Jahres folgt der nächste große Schritt mit der mechanischen Fertigstellung der ersten Systeme innerhalb des Kernbereichs der Neuanlage. Läuft alles weiterhin nach Plan, wird das letzte Teilsystem im Frühjahr 2027 für die Inbetriebnahme zur Verfügung stehen.