Berlin, 19. Oktober 2026 – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat ein Paket aus zehn Maßnahmen beschlossen, um den Wasserstoffmarkt in Deutschland weiter voranzubringen. Im Fokus stehen dabei die Wettbewerbsfähigkeit von Wasserstoff, ein bedarfsgerechter Ausbau der Infrastruktur, die Stärkung der Nachfrage sowie die technologische Entwicklung.
Der Wasserstoffhochlauf steht weiterhin vor Herausforderungen: Die Kosten für Erzeugung und Nutzung liegen vielerorts noch über denen fossiler Alternativen. Mit den neuen Maßnahmen will das BMWE deshalb Investitionen erleichtern und den Markthochlauf entlang der gesamten Wertschöpfungskette pragmatisch unterstützen.
Ein zentraler Punkt ist ein neues Wasserstoff-Fenster im Programm der Klimaschutzverträge. Für industrielle Vorreiterprojekte sollen in der nächsten Ausschreibungsrunde 2027 mindestens 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Die Förderung soll die Mehrkosten ausgleichen, die Unternehmen bei der Umstellung auf klimafreundliche Produktionsverfahren entstehen.
Auch die Umrüstung von Kraftwerken auf Wasserstoff soll unterstützt werden: Geplant ist die Förderung von insgesamt vier Gigawatt Kraftwerksleistung, die künftig auf Wasserstoffbetrieb umgestellt werden kann. Darüber hinaus soll ein Leitmarkt für emissionsarmen Stahl entstehen. So soll beispielsweise bei Offshore-Windparks künftig Stahl berücksichtigt werden, der mit erneuerbarem oder kohlenstoffarmem Wasserstoff hergestellt wurde.
Neben der Nachfrage steht auch die Infrastruktur im Mittelpunkt. Das BMWE setzt auf einen bedarfsorientierten Ausbau des Wasserstoff-Kernnetzes, auf Importkorridore und Speicher sowie auf die Weiterentwicklung regionaler Verteilnetze. Gleichzeitig sollen die Rahmenbedingungen für die heimische Elektrolyse verbessert und Wasserstoffimporte aus verschiedenen Partnerländern weiterentwickelt werden.
Für die Region Emsland ist das ein wichtiges Signal: Mit den bestehenden und geplanten Erzeugungsanlagen, der Lage an zentralen Infrastrukturachsen und den regionalen Bedarfen von Industrie und Mittelstand bestehen gute Voraussetzungen, den Wasserstoffhochlauf aktiv mitzugestalten.
Weitere Informationen und das vollständige Maßnahmenpapier gibt es beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.