Hydrogen 4 Future

Neue Förderung für den Wasserstoffhochlauf

Mit der Fördermaßnahme „Hydrogen4Future“ startet das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eine neue Initiative zur Stärkung der Wasserstoffforschung in Deutschland. Ziel ist es, neue Technologieansätze und grundlegende Innovationen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette voranzutreiben. Unternehmen, Hochschulen und weitere Forschungseinrichtungen können sich noch bis zum 30. September 2026 mit Projektskizzen bewerben. 

Klimafreundlicher Wasserstoff ist ein wesentlicher Baustein für eine zukunftssichere und klimafreundliche Energieversorgung. Als Schlüsseltechnologie eröffnet Wasserstoff wichtige industrie- und klimapolitische Potenziale. Neben der Weiterentwicklung bestehender Technologien sind deshalb neue Ansätze gefragt, die langfristig zu effizienten und leistungsfähigen Lösungen beitragen können. 

Als Teil der Hightech-Agenda Deutschland unterstützt die Fördermaßnahme Hydrogen4Future anwendungsorientierte Grundlagenforschung im Bereich Technology-Readiness-Level (TRL) 1 bis 3. Im Fokus stehen damit frühe Entwicklungsphasen und neue Forschungsansätze, um die Resilienz und Zukunftsfähigkeit des deutschen Energiesystems nachhaltig zu stärken. 

Was wird gefördert? 

Vier Fokusthemen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette: 

  • Elektrolyse: Neue Konzepte und Innovationen zur Steigerung der Effizienz 
  • Offshore-Wasserstoff und Derivate: Forschung zu Wasserstoff- und Power-to-X-Erzeugung auf See 
  • Transport und Speicherung: Technologien für eine sichere und effiziente Wasserstoffinfrastruktur 
  • Power-to-X: Forschung zu effizienten und kostengünstigen Power-to-X-Prozessketten 

Im Mittelpunkt der Förderung stehen Arbeiten in den genannten Themenbereichen, welche vorzugsweise auf Erkenntnissen realer Anlagen und vorhandenen Forschungsinfrastrukturen aufbauen. Voraussetzung ist zudem die Bereitschaft der Projektverbünde beziehungsweise Einzelvorhaben in übergeordneten Hub-Strukturen zusammenzuarbeiten. 

Die Fördermaßnahme verfolgt drei miteinander verknüpfte Förderansätze. Mit der Einrichtung von Forschungshubs sollen geförderte Verbundprojekte zu übergeordneten wissenschaftlichen Clustern zusammengeführt und ihre Aktivitäten strategisch gebündelt werden. Die Bildung von Hubs wird dabei auf Grundlage der eingereichten Projektskizzen durch das BMFTR mit Unterstützung des Projektträgers angestoßen. Durch die strukturierte Vernetzung sowie der systematischen Bearbeitung übergreifender Fragestellungen der Wasserstoffforschung sollen grundlegend neuartige Ansätze entwickelt und zukünftige Technologiegenerationen vorbereitet werden. Gleichzeitig soll das Netzwerk dazu beitragen, diese Innovationen schneller zur Marktreife zu führen. Dabei wird eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft und eine Transferperspektive für die spätere wirtschaftliche Verwertung erwartet.  

Außerdem wird der Aufbau eigener wissenschaftlicher Nachwuchsgruppen an einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung gefördert. Das bietet besonders leistungsfähigen und herausragenden jungen WissenschaftlerInnen die Möglichkeit, eigenständig ein längerfristiges Forschungsprojekt zu entwickeln und umzusetzen. Eine Beteiligung der Wirtschaft ist dabei zwar wünschenswert, aber nicht notwendig. Darüber hinaus sollen internationale Forschungs- und Entwicklungskooperationen den grenzüberschreitenden Austausch und die gemeinsame Bearbeitung innovativer Forschungsfragen stärken. Im Fokus stehen unter anderem bilaterale Grundlagenstudien in der Material-, System- und Prozessforschung, der Aufbau komplementärer methodischer Expertise und offener Forschungsplattformen sowie Forschung und Entwicklung entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. 

Wer wird gefördert? 

Die Fördermaßnahme richtet sich an: 

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft 
  • Staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen 
  • Kommunale Einrichtungen 
  • Verbände und weitere Rechtspersonen 

Privatpersonen sind von der Förderung ausgeschlossen.  

Jetzt Fördermöglichkeiten prüfen 

Für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus dem Emsland kann Hydrogen4Future eine Möglichkeit bieten, eigene Forschungs- und Innovationsvorhaben im Bereich Wasserstoff voranzutreiben und neue technologische Ansätze gemeinsam mit Partnern zu entwickeln. 

Die Einreichungsfrist für Projektskizzen endet am 30. September 2026. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt: In der ersten Stufe werden zunächst Projektskizzen eingereicht, die maximal zwölf Seiten umfassen sollen. Die Einreichung erfolgt über easy-Online. Verfasser positiv bewerteter Skizzen werden in der zweiten Stufe zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen und zum Antragsverfahren findet Ihr hier: PtJ: Forschungshub Wasserstoff – Hydrogen4Future