Delegation aus dem Nordwesten

H2-Region Emsland bringt gemeinsam mit Partnern weibliche Wasserstoff-Kompetenz nach Berlin

Lingen, 06.07.2026

Mit einer gemeinsamen Delegationsreise nach Berlin haben die H2-Region Emsland, die Metropolregion Nordwest und H2-Ostfriesland ihre wasserstoffpolitischen Anliegen in die Hauptstadt getragen. Im Rahmen der WOCHE DES WASSERSTOFFS kamen Ende Juni Expertinnen, Entscheiderinnen und Repräsentantinnen aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung zusammen, um die Perspektiven des Nordwestens als Wasserstoffregion in politische Gespräche einzubringen und den Austausch mit Politik und Verbänden zu suchen.

Organisiert wurde die Reise im Rahmen von WiRe (Women in Renewables), einem Netzwerk, das Frauen aus der Energie- und Wasserstoffwirtschaft im Nordwesten für fachlichen Austausch und gemeinsame Sichtbarkeit zusammenbringt. Auf dem Programm standen Gespräche mit Vertreterinnen aus Landespolitik und Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE und LEE) auf dem EUREF-Campus, ein gemeinsamer Abend mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), politische Gespräche mit einer Parlamentarischen Staatssekretärin des Bundeswirtschaftsministeriums und einem Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums sowie ein abschließender Austausch mit dem BDEW.

In den Gesprächen ging es vor allem um die Rolle erneuerbarer Energien und von Wasserstoff für eine resiliente Energieversorgung, um die Stärkung des industriellen Mittelstands sowie um die Verbindung von Energie- und Verkehrswende. Dabei machte die Delegation deutlich, dass der Nordwesten schon heute wichtige Voraussetzungen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft mitbringt: große Potenziale bei den erneuerbaren Energien, industrielle Anwendungsfelder, bestehende Infrastruktur und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand.

In den Gesprächen im Bundeswirtschaftsministerium warb die Delegation für verlässliche politische Rahmenbedingungen, die Investitionssicherheit schaffen und den Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen. Eine bezahlbare und resiliente Energieversorgung sei eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit des Mittelstands. Im Rahmen des Austauschs im Bundeswirtschaftsministerium wurde zudem die Bedeutung von Frauen in der Energie- und Wasserstoffwirtschaft thematisiert. Dazu erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Connemann:

„Eine starke Wasserstoffwirtschaft entsteht und wächst nicht von allein. Sie braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen. Kluge Köpfe. Und Vernetzung. Frauen gestalten diese Zukunft entscheidend mit. Sie bringen Kompetenz, neue Ideen und unverzichtbare Perspektiven ein. Ein weibliches Netzwerk wie ,Women in Renewables Northwest‘ macht dieses Potenzial sichtbar. Wire bündelt die Kraft von Frauen – für die Energiewende und die Wasserstoffzukunft. Das ist gut für die Branche. Und das ist gut für unser Land“, so die Parlamentarische Staatssekretärin Connemann.

„Wir brauchen mehr Frauen in technischen Berufen und in Führungsverantwortung – auch in der Energie- und Wasserstoffwirtschaft. Jede Begabung wird gebraucht. Deshalb sind starke Netzwerke so wichtig. Sie öffnen Türen, fördern Talente und machen Lust darauf Verantwortung zu übernehmen“, so Connemann weiter.

Gegenüber dem Bundesverkehrsministerium unterstrichen die drei Regionen ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen und Kompetenzen bei der Verbindung von Energie- und Verkehrssystemen aktiv einzubringen. „Die Regionen des Nordwestens leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer klimaneutralen Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Der enge Austausch mit den regionalen Akteurinnen und Akteuren hilft uns dabei, Maßnahmen sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch infrastrukturell sinnvoll auszurichten und die Kosten-Nutzen-Bilanz für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Unternehmen weiter zu verbessern“, unterstreicht Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr.

Aus Sicht der Delegation hat die Reise gezeigt, wie viel in der Zusammenarbeit der drei Regionen steckt. „Für mich hat die Reise vor allem gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch ist – mit politischen Entscheidungsträgern, mit Verbänden, aber auch untereinander. Gerade diese Mischung aus fachlicher Tiefe, unterschiedlichen Perspektiven und persönlicher Vernetzung macht solche Formate so wichtig. Wenn wir den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft voranbringen wollen, brauchen wir genau diese Gespräche und dieses Miteinander“, sagt Vanessa Böhle, Netzwerkmanagerin bei der H2-Region Emsland und Teilnehmerin der Delegationsreise.

Die Teilnehmerinnen der Delegation repräsentieren Unternehmen, öffentliche Verwaltung und Forschungsinstitutionen wie Agrowea aus Haren, Bremer Senatorin für Wirtschaft, Transformation und Häfen, Wasserstoffnetzwerk-Nordostniedersachsen (H2.N.O.N), Gasunie Energy Development GmbH, Hochschule Osnabrück, Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen, Bremen e. V. (LEE), Landkreis Emsland, Uniper Hydrogen GmbH, Westphalen AG und Wirtschaftsförderung Wilhelmshaven.

Über die Metropolregion Nordwest: 
Die Metropolregion Nordwest ist eine von elf deutschen Europäischen Metropolregionen. Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft arbeiten eng zusammen, um die Region und ihre Zukunftsfelder gemeinsam weiterzuentwickeln und im internationalen Wettbewerb stark aufzustellen. Mitglieder des Vereins Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten sind: die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Friesland, Oldenburg, Osnabrück, Osterholz, Vechta, Verden, Wesermarsch, die kreisfreien Städte Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven sowie die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven, die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, die Oldenburgische IHK, die IHK Elbe-Weser sowie die beiden Bundesländer Bremen und Niedersachsen.
www.metropolregion-nordwest.de

Über H2-Ostfriesland:
H2-Ostfriesland wurde als gemeinsame, zentrale Anlaufstelle für Wasserstoff- und
Brennstoffzellenprojekte in Ostfriesland gegründet mit Geschäftsstelle in Aurich. Zu den
Bündnispartnern gehören neben den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie der kreisfreien
Stadt Emden, die Fachhochschule Emden-Leer, die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg, das Maritime Kompetenzzentrum MARIKO sowie verschiedene Unternehmen, kommunale Einrichtungen und Verbände.
https://h2-ostfriesland.com/

Über die H2-Region Emsland:
Die H2-Region Emsland ist das zentrale Netzwerk der Wasserstoffakteure im Emsland. Gegründet im Jahr 2020 und koordiniert von der Energy Hub Emsland Entwicklungsgesellschaft, bündelt sie
Expertisen aus Industrie, Mittelstand, Forschung, Politik und Kommunen. Die Geschäftsstelle der H2
Region Emsland hat ihren Sitz im IT-Zentrum Lingen und wird vom Landkreis Emsland und der Stadt Lingen gemeinsam getragen. 
Zu den zentralen Aufgaben gehören die Förderung des Austauschs, die Initiierung gemeinsamer
Projekte sowie der Aufbau und die Stärkung der Wasserstoffwirtschaft in der Region. Die H2-Region Emsland nimmt eine Vorreiterrolle in Deutschland ein und treibt die Energiewende mit grünem Wasserstoff aktiv voran. Im Jahr 2024 wurde das Engagement und die Erfolge der Netzwerkakteure mit der Auszeichnung als EU Hydrogen Valley gewürdigt.
https://h2-region-emsland.de/