Laut Studie:

Emsland sticht beim wirtschaftlichen Potenzial von Wind und Solar besonders hervor

Lingen, 10.06.2026

Der Ausbau von Wind- und Solarenergie kann nicht nur energie- und klimapolitisch, sondern auch wirtschaftlich ein wichtiger Faktor sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie zur regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien. Das Emsland zählt dabei zu den Regionen mit besonders hohem ausgewiesenem Potenzial. Laut den zugrunde liegenden Regionaldaten beträgt die mögliche Wertschöpfung für das Zieljahr 2033 im Landkreis 152 Millionen Euro. 

Damit hebt sich das Emsland in der Auswertung deutlich hervor. Die Studie, erstellt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom Berlin-Institut, IW Consult und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, macht insgesamt deutlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien weit über die Energieerzeugung hinaus wirkt: Er kann Arbeitsplätze schaffen, Unternehmen vor Ort stärken und zusätzliche Impulse für Kommunen und die regionale Entwicklung setzen. Gerade ländliche Regionen mit guten Standortbedingungen profitieren laut Studie in besonderem Maße. 

Für die H2-Region Emsland sind diese Ergebnisse von besonderer Bedeutung. Auch wenn die Studie vor allem die regionale Wertschöpfung durch Wind- und Solarenergie betrachtet, unterstreicht sie eine zentrale Voraussetzung für die weitere Transformation der Region: Der Ausbau erneuerbarer Energien ist eine wichtige Grundlage für Zukunftstechnologien wie Wasserstoff. 

„Die Ergebnisse zeigen, welches wirtschaftliche Potenzial im Ausbau erneuerbarer Energien für das Emsland steckt“, sagt Dr. Tim Husmann, Geschäftsstellenleiter der H2-Region Emsland. „Gerade für das Emsland als Europas Schlüsselregion für die Wasserstoffproduktion sind leistungsfähige erneuerbare Energien ein entscheidender Faktor.“ 

Die Untersuchung betrachtet die regionalen Effekte des Ausbaus erneuerbarer Energien und verweist insbesondere auf Chancen für ländliche Regionen mit guten Standortbedingungen. Für das Emsland unterstreichen die Ergebnisse damit die Bedeutung eines weiteren zielgerichteten Ausbaus von Wind- und Solarenergie. 

Zugleich macht die Studie deutlich, dass es darauf ankommt, möglichst viel der entstehenden Wertschöpfung auch in der Region zu halten – etwa durch lokale Beteiligung, kommunale Mitwirkung und Investitionen vor Ort. 

 

Hier geht es zur Studie: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung | Detail 

Die zugrundeliegende Karte dazu: Wertschöpfung durch erneuerbare Energien 2033

Windräder im Emsland. Bild: Oliver Evers (Ems Achse Bilddatenbank).