Ein entscheidender Meilenstein für die grenzüberschreitende Wasserstoffwirtschaft ist erreicht: Die neue LIHYP Networking Platform ist online. Ab sofort sind Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgerufen, sich auf der Website lihyp.eu vorab zu registrieren.
Ob Betreiber von Wasserstoff-Tankstellen und Filling Hubs, wissenschaftliche Institutionen, Betreiber von Wasserstoff-Speichern oder Endnutzer – die Plattform bietet die Chance, sich als First Mover frühzeitig und direkt sichtbar zu positionieren. Ziel der Registrierungsphase ist der Aufbau einer detaillierten Kartendarstellung, die die Projektvielfalt in der Nordseeregion aufzeigt und Akteure aktiv miteinander vernetzt.
Die H2-Region Emsland als strategischer Taktgeber
Hinter diesem digitalen Herzstück steht die H2-Region Emsland. In dem internationalen Projektverbund LIHYP übernehmen wir die Leitung von Arbeitspaket 1 (WP1) und verantworten damit maßgeblich die Entwicklung dieser kartenbasierten Networking-Plattform.
Unser Ziel ist es, ein ganzheitliches Ökosystem abzubilden – von der Erzeugung über die Speicherung und Infrastruktur (wie HRS und Füllstationen) bis hin zu Forschung und Endanwendungen. Die Plattform ermöglicht es Nutzenden, gezielt Kontakte zu führenden Wasserstoffakteuren in der Nordseeregion zu identifizieren und sowohl fachlichen als auch wirtschaftlichen Austausch zu initiieren. In der aktuellen ersten Ausbaustufe liegt der Fokus auf der strukturierten Erfassung und Konsolidierung von Akteurs-, Standort- und Projektdaten.
Hintergrund: Das Projekt LIHYP
Unter dem Leitsatz „Zusammenführung von Akteuren zum Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft in der Nordseeregion“ bündelt das Projekt LIHYP (Linking Hydrogen Power) die Kompetenzen von 21 Partnern aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Dänemark. Das Ziel ist klar definiert: Die strategische Zusammenarbeit in der Nordseeregion soll gestärkt und gemeinsame Strukturen geschaffen werden, um den Einsatz von Wasserstofftechnologien am Markt zu beschleunigen.
Das Gesamtprojekt gliedert sich in vier spezialisierte Arbeitspakete:
Strategie und Harmonisierung bis 2027
Neben den praktischen Demonstratoren arbeitet das Projektkonsortium unter der Leitung der New Energy Coalition an der Beseitigung regulatorischer Hürden. Mithilfe der Analyse des Rechtsrahmens sowie der Erarbeitung von Policy-Empfehlungen und Roadmaps bis 2030 sollen Investoren, Unternehmer und öffentliche Behörden dabei unterstützt werden, fundierte Wasserstoffinvestitionen in der Nordseeregion zu planen.
LIHYP schließt somit die Lücke zwischen regionaler Entwicklung und interregionaler Optimierung, um eine vernetzte europäische Wasserstoffwirtschaft zu realisieren.