Trassenplanung steht fest:

Planfeststellung für Wasserstoffleitung im Emsland gestartet

Lingen, 11.11.2025

Die Open Grid Europe GmbH plant den Bau einer Wasserstoffleitung durch das gesamte Emsland von Bunde über Emsbüren bis nach Wettringen. Nun hat das Unternehmen den Antrag auf Planfeststellung beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie zu der geplanten Wasserstoffpipeline „H2ercules Nordsee-Ruhr-Link III“ eingereicht.  

Die Leitung mit einem Durchmesser von 1,20 Metern verläuft innerhalb Niedersachsen auf einer Strecke von 117,5 Kilometern durch die Landkreise Leer, Emsland und Grafschaft Bentheim. Konkret sind das: Gemeinde Bunde, Stadt Weener (Ems), Gemeinde Rhede (Ems), Heede (Samtgemeinde Dörpen), Gemeinde Dersum (Samtgemeinde Dörpen), Gemeinde Walchum (Samtgemeinde Dörpen),  Sustrum (Samtgemeinde Lathen), Stadt Haren (Ems), Gemeinde Niederlangen (Samtgemeinde Lathen), Gemeinde Oberlangen (Samtgemeinde Lathen), Stadt Meppen, Gemeinde Geeste, Gemeinde Wietmarschen,  Gemeinde Emsbüren, Gemeinde Salzbergen, Gemeinde Samern (Samtgemeinde Schüttdorf) und Gemeinde Ohne (Samtgemeinde Schüttdorf). 

Aufgrund der Nähe zu den Niederlanden wird eine grenzüberschreitende Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt, und die Planungsunterlagen sind komplett einsehbar, inklusive Fachbeiträgen zum Umwelt-, Natur- und Denkmalschutz sowie Umweltverträglichkeitsberichte. 

Wichtig für das Emsland ist, dass der Wasserstoff nicht nur durchgeleitet wird, sondern die Unternehmen davon profitieren können. Dr. Tim Husmann, Geschäftsstellenleiter der H2-Region Emsland, betont: „Die Tatsache, dass zahlreiche Kernnetz-Pipelines durch unsere Region verlaufen, ist ein enormer Standortvorteil. Wir wollen diesen Wasserstoff nicht nur durchleiten. Der Schlüssel liegt in den T-Stücken – den Abzweigungen vom Kernnetz. Die H2-Region Emsland arbeitet eng mit den Netzbetreibern und den Kommunen zusammen, um diese Schnittstellen für die Anbindung lokaler Unternehmen und Versorgungsnetze zu sichern und die ‚letzte Meile‘ der Versorgung zu realisieren.“ 

In den letzten Monaten wurden mehrere T-Stücke in enger Abstimmung zwischen der H2-Region Emsland, OGE, den betroffenen Kommunen und mit Vorfinanzierung durch den Landkreis Emsland geplant, unterstützt durch die geplante Vorfinanzierung des Landkreises Emsland und den betreffenden Gemeinden. Dadurch können künftig Unternehmen aus dem Emsland Wasserstoff aus der Kernnetzleitung beziehen oder einspeisen – ein entscheidender Schritt, um die regionale Wasserstoffinfrastruktur weiter auszubauen und die Wertschöpfung im Emsland zu stärken.  

 

Beteiligung und Transparenz: Das Planfeststellungsverfahren 

Die Errichtung der Wasserstoff-Pipelines ist ein Vorhaben von öffentlichem Interesse und unterliegt dem Planfeststellungsverfahren, das höchste Transparenz und Bürgerbeteiligung erfordert. 

Wichtiger Hinweis zur Beteiligung: Der Start des Verfahrens (aktuell NRL III, Prüfung durch das LBEG) ermöglicht die Einsichtnahme in die Planunterlagen. Betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange können zu den Plänen Einwände und Bedenken vorbringen. 

➡️ Alle Unterlagen können bis zum 5. Dezember 2025 im Internet unter www.lbeg.niedersachsen.de/bergbau/genehmigungsverfahren/aktuelle_planfeststellungsverfahren/ sowie unter www.uvp-verbund.de/ eingesehen werden.  

Übersicht des geplanten Trassenverlaufs. // Quelle: OGE GmbH